Du bist nicht zu viel du trägst zu viel
du bist nicht zu viel
du trägst zu viel.
vielleicht hast du früh gespürt,
dass es nicht sicher ist,
ganz du zu sein
dass deine gefühle zu viel sind
deine bedürfnisse zu viel
dein ausdruck zu viel
also hast du begonnen,
dich leiser zu machen
feiner zu werden
angepasster
vorsichtiger
du hast gelernt,
andere zu lesen
bevor du dich selbst spürst
hast gehalten, was unausgesprochen war
getragen, was niemand sehen konnte
und dabei etwas ganz leises verloren
dich.
nicht plötzlich
sondern in vielen kleinen momenten.
in denen du dich selbst verlassen hast
um verbunden zu bleiben
vielleicht geht es nicht darum, weniger zu sein,
sondern dich langsam wieder zu dir zurück zu bewegen